Foto: Claus-Armin Kürschner (2021)
Hochstraße 22 (Fliedner Klinik)
Das Gevelsberger Krankenhaus (heute Fliedner Klinik Gevelsberg Ambulanz / Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie) war im Zuge des am 14. Juli 1933 verabschiedeten Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses (GzVeN) für die sog. Zwangssterilisation (»Rassenhygiene durch Unfruchtbarmachung«) vorgesehen.
Text: Antifaschistischer Arbeitskreis, 2021: StattRundfahrt Spurensuche. Zitiert und aktualisiert nach Steinbach, Hildegard / Hoppe, Bert / Korten, Anne / Scherffig, Heide / Scherffig, Thomas / Kappel, Katrin / Kappel, Rolf / Fiukowski, Klaus / Breit, Hans-Dieter / Kirchhoff, Andrea / Berns, Kirsten / Schmoll, Almut / Spiertz, Ansgar (Hrsg.): StattRundfahrt Spurensuche – Gevelsberger StattRundfahrt. Faltplan, 2. akt. Auflage, Gevelsberg.
Dokumente:

Das Gevelsberger Krankenhaus, heute als Fliedner Klinik (Tagesklinik und Ambulanz für Psychiatrie und Psychotherapie) in der Sudfeldstrasse 1 bekannt, diente den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Gevelsberg jahrelang als Versorgungszentrum.In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der eigentliche Ort der Hilfe zu einem sehr grausamen Ort der Machtausübung.

Das Gebäude hinter mir ist die Fliedner Klinik. Es war bis Mitte der 90er Jahre das städtische Krankenhaus Gevelsberg. In meiner Generation ist schon keiner mehr in Gevelsberg geboren, denn die Geburtsstation ist schon sehr, sehr lange geschlossen und wenige Jahre später ist dann eben das ganze Krankenhaus geschlossen worden.
