Foto: Claus-Armin Kürschner (2021)
Gut Rocholz
In der Zeit von 1939 bis 1945 war »Gut Rocholz« eines der größten »Fremdarbeiter:innen«-Lager in der Stadt. Es war Schauplatz zahlreicher Quälereien durch das Wachpersonal.
Text: Antifaschistischer Arbeitskreis, 2021: StattRundfahrt Spurensuche. Zitiert und aktualisiert nach Steinbach, Hildegard / Hoppe, Bert / Korten, Anne / Scherffig, Heide / Scherffig, Thomas / Kappel, Katrin / Kappel, Rolf / Fiukowski, Klaus / Breit, Hans-Dieter / Kirchhoff, Andrea / Berns, Kirsten / Schmoll, Almut / Spiertz, Ansgar (Hrsg.): StattRundfahrt Spurensuche – Gevelsberger StattRundfahrt. Faltplan, 2. akt. Auflage, Gevelsberg.
Dokumente:

Am 1. September 1939 begann mit dem deutschen Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg. Hinter den vorrückenden Truppen errichteten die Arbeitsämter sofort ihre Dienststellen, um in Abstimmung mit dem Reichssicherheitshauptamt und in Zusammenarbeit mit der deutschen Wirtschaft ausländische Arbeitskräfte als Freiwillige anzuwerben oder gewaltsam nach Deutschland zu bringen.

Gut Rochholz hat vor allen Dingen im Rahmen der Kriegsgefangenenlager, der Zwangsarbeiter eine ganz wichtige Rolle gespielt. Gevelsberg ist und war immer ein sehr industriegeprägter Standort. Es ist sehr viel metallverarbeitende Industrie hier gewesen, viele Hammerwerke, viele Walzwerke. Man hat vor allen Dingen das Wasser der Ennepe genutzt, um diese Industrien am Laufen zu halten.
